„Geschlechterbezogene Klischees haben schon sehr früh prägenden Einfluss, deswegen setzen wir mit ‚Be oK‘ bereits in der Jahrgangsstufe 6, also deutlich früher als die klassische Berufsorientierung an. Schüler:innen bringen in diesem Alter noch eine große Offenheit mit. Es geht uns darum, einen unvoreingenommen Blick auf die eigenen Stärken zu ermöglichen: Was kann ich gut? Und nicht: Was passt zu mir, weil ich ein Mädchen bin?“

„In der Studien- und Berufsberatung erleben wir immer wieder, dass junge Menschen mit recht festen Berufswünschen zu uns kommen. Dabei gibt es 350 Ausbildungsberufe und sie sind kaum alle bekannt. Gerne unterstützen wir deshalb „Be oK“, um den Jugendlichen einen offenen Blick auf die unterschiedlichen Chancen und Angebote zu ermöglichen. Und wenn es dann in den letzten Schuljahren um die konkrete Suche nach dem „richtigen“ Beruf geht, hilft die Studien- und Berufsberatung weiterhin gerne.“

„Klischeefreie Berufswahl heißt Grenzen in den Köpfen aufzubrechen, denn eigene Neigungen, Interessen und Potentiale haben wenig mit dem Geschlecht, aber viel mit der Vermittlung und den Wertvorstellungen anderer zu tun. Mit „Be oK“ wird Jugendlichen ein Programm geboten, mit dem sie ihre Stärken jenseits von tradierten Rollenbildern herausfinden – damit sie selbst glücklich mit ihrer Berufswahl werden und mutig und selbstbewusst ihren eigenen Weg finden und gehen.“

„Nichts scheint so sicher zu sein wie Wandel und gerade Krisenzeiten stellen „Traumberufe“ auf den Prüfstand. Umso wichtiger ist es für junge Menschen, sich ihrer Stärken und Möglichkeiten bewusst zu werden, um ihren Lebensweg – und damit auch ihr späteres Berufsleben – gesund zu bestreiten. Dazu gehören z.B.  Fähigkeiten zur Gefühlsregulierung und Problemlösung sowie ein positives Selbstwertgefühl. „Be oK“ zielt auf eine breite Interessen- und Stärkenfindung Jugendlicher ab, die es ihnen ermöglicht, vorurteilsfrei einen Berufsweg zu wählen und langfristig physisch wie psychisch gesund zu bleiben.“

„Eine wert- und klischeefreie Berufsorientierung ist der Schlüssel für mehr Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt. Noch heute wählen junge Frauen und Männer häufig Berufe, die stark einem Geschlecht zugeordnet sind. Je früher es gelingt, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen, desto schneller gestaltet sich die Arbeitswelt geschlechtergerecht – mit guten Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer.“

„Die eigenen Interessen und Stärken sind die wichtigen Faktoren bei der Berufswahl – und nicht das jeweilige Geschlecht. Für diese Entwicklung in Richtung einer klischeefreien Berufsorientierung leistet Be oK einen wichtigen Beitrag.“